Um 1900 ließ Edmund von Mojsisovics in Mallnitz seine Villa errichten. Der Geologe und Mitbegründer des Österreichischen Alpenvereins kannte den Ort bereits seit Jahrzehnten und verbrachte hier regelmäßig die Sommermonate. Für seinen späteren Wohnsitz wählte er das Grundstück ganz bewusst: Von der Villa öffnet sich der Blick auf die Mallnitzer Bergwelt mit Ankogel und Hoher Geisel – eine Landschaft, mit der er sich eng verbunden fühlte.
Auch architektonisch erzählt das Gebäude von seiner Entstehungszeit. Die denkmalgeschützte Villa ist ein historistischer Bau der Jahrhundertwende mit gotisierenden Formen und Elementen des Heimatstils. Ihr kreuzförmiger Grundriss, das Fachwerk im Dachgeschoss sowie sorgfältig ausgeführte Details aus Krastaler Marmor verleihen ihr bis heute ihren besonderen Charakter.
Nach dem Tod von Mojsisovics im Jahr 1907 heiratete seine Witwe später Hugo Liebermann. Von ihm erhielt das Haus den Namen, den es bis heute trägt. Heute bildet die historische Villa einen Teil des BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz und verbindet damit auf besondere Weise die Geschichte des Ortes mit seiner heutigen Aufgabe als Besucher- und Bildungszentrum.