Abschlussfest der Nationalpark-Partnerschulen in Mallnitz – ein Tag voller Naturerlebnisse
Vier Jahre lang begleiten Nationalpark Ranger:innen Kinder der Nationalpark-Partnerschulen durch ihre gesamte Volksschulzeit. Mit spannenden Exkursionen, praxisnahem Unterricht und jährlich wechselnden Schwerpunkten rund um Artenvielfalt, Lebensräume und Ressourcenschutz erleben die Schüler die Natur hautnah. Jede Klasse wird dabei über alle vier Schuljahre hinweg von einer Rangerin oder einem Ranger betreut – ein Konzept, das nachhaltige Naturerfahrungen schafft und die Verbundenheit mit dem Nationalpark stärkt.
Am 26. Juni fand in Mallnitz der feierliche Abschluss dieser gemeinsamen Reise statt. Beim großen Abschlussfest blickten 77 Kinder der vierten Klassen aus den Volksschulen Mallnitz, Obervellach, Malta, Mörtschach, Winklern, Großkirchheim und Heiligenblut auf ihre Zeit als Nationalpark-Partnerschule zurück – mit vielen spannenden Erlebnissen, gemeinsamen Aktivitäten und jeder Menge Freude.
Natur erleben – mit allen Sinnen
Abwechslungsreiche Mitmachstationen luden die Kinder dazu ein, die Erlebniswelt des Nationalparks mit allen Sinnen zu entdecken. Beim Kräuterworkshop sammelten und bestimmten sie heimische Pflanzen und bereiteten daraus einen frischen Kräuteraufstrich zu. Erstmals stand heuer auch Brotbacken auf dem Programm: Gemeinsam mit dem Bauerladen Walter konnten die Kinder ihr eigenes Brot formen und backen. Eine Verkostung regionaler Milch- und Käsespezialitäten machte Natur auch kulinarisch erlebbar.
An der Wildtier-Station waren Wissen und Beobachtungsgabe gefragt: Die Kinder untersuchten Gebisse heimischer Wildtiere und versuchten, das Alter eines Steinbocks anhand seiner Hörner zu bestimmen. In der Wasserschule standen Geschicklichkeit und Teamarbeit im Mittelpunkt. Mit sogenannten „Tippy-Taps“, einfachen Wassersystemen, wie sie unter anderem in Uganda verwendet werden, galt es, Wasser möglichst sparsam und effizient zu transportieren.
Feierlicher Abschluss im Outdoor-Klassenzimmer
Ein besonderer Höhepunkt war die feierliche Überreichung der Urkunden im Outdoor-Klassenzimmer des Nationalparks. Sichtlich stolz nahmen die Kinder ihre Auszeichnungen für die erfolgreiche Teilnahme am Partnerschulprogramm entgegen. Mit herzlichem Applaus und anerkennenden Worten wurden ihr Engagement und ihre Begeisterung für die Natur gewürdigt.
Den stimmungsvollen Ausklang fand das Abschlussfest bei einem gemeinsamen Mittagessen, bei dem noch einmal Erinnerungen an vier erlebnisreiche Jahre ausgetauscht wurden.
„Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Neugier, Begeisterung und Offenheit die Kinder in den vergangenen vier Jahren die vielfältigen Lebensräume und Tiere des Nationalparks kennengelernt haben. Genau das möchten wir mit unserer Bildungsarbeit erreichen: jungen Menschen eine persönliche Beziehung zur Natur zu vermitteln, die weit über die Schulzeit hinaus Bestand hat“, betonte Nationalparkdirektorin Barbara Pucker.
„Wer als Kind Natur erlebt, versteht ihren Wert ein Leben lang. Genau deshalb ist das Partnerschulprojekt des Nationalparks Hohe Tauern Kärnten so wertvoll. Die Schülerinnen und Schüler lernen nicht nur aus Büchern, sondern auch draußen, mit allen Sinnen und begleitet von Menschen, die den Nationalpark kennen und lieben. Sie nehmen Wissen, Neugier und Wertschätzung mit und genau das brauchen wir, um unsere Naturjuwele auch für kommende Generationen zu bewahren“, betont Nationalparkreferentin Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger.
Ja! Natürlich unterstützt die Partnerschulprojekte des Nationalparks Hohe Tauern und fördert damit die Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung von Kindern und Jugendlichen.