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Ausgezeichnete Umweltbildung im Nationalpark Hohe Tauern

Der Kärntner Teil des Nationalparks Hohe Tauern wurde erneut mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Die Zertifizierung bestätigt den hohen Qualitätsanspruch sowie das konsequente Engagement für nachhaltige Bildungsarbeit und gelebte Verantwortung im größten Nationalpark der Alpen.

Nachhaltigkeit ist im Nationalpark Hohe Tauern weit mehr als ein Unterrichtsthema – sie prägt Organisation, Vermittlung und Zusammenarbeit gleichermaßen. Umweltbildung wird hier als langfristiger Lernprozess verstanden, der fundiertes Wissen vermittelt, Werte stärkt und Menschen dazu befähigt, verantwortungsvoll gegenüber Natur, Klima und kommenden Generationen zu handeln.

Dieses ganzheitliche Verständnis zeigt sich in einem breit gefächerten Bildungsangebot – und in den beiden Besucherzentren des Nationalparks in Kärnten: dem BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz und dem Haus der Steinböcke.

Im BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz wird die alpine Natur- und Klimawelt in einer modernen, interaktiven Ausstellung erlebbar. Hier finden auch zahlreiche Bildungsprogramme, Workshops und Schulangebote statt. Das Haus der Steinböcke in Heiligenblut widmet sich besonders den hochalpinen Lebensräumen und ihren tierischen Bewohner:innen und schafft eine eindrucksvolle Verbindung zwischen Ausstellung und Naturraum.

Mit der Klimaschule und der Wasserschule werden zentrale Zukunftsthemen wissenschaftlich fundiert und praxisnah vermittelt. In mehrtägigen Projekttagen erleben Schüler:innen den Nationalpark als Lernraum unter freiem Himmel – forschend, entdeckend und begleitet von erfahrenen Nationalpark-Ranger:innen. Das Kindergartenmonat eröffnet bereits den Jüngsten einen spielerischen Zugang zur Natur und legt früh die Basis für Naturverbundenheit und Verantwortungsbewusstsein.

Ein starkes Netzwerk bilden zudem die Nationalpark-Partnerschulen, die Nachhaltigkeit langfristig in ihrem Schulalltag verankern und eng mit dem Nationalpark zusammenarbeiten. Engagierte Jugendliche können im Rahmen der Junior-Ranger:innen-Programme ökologische Zusammenhänge vertiefen und selbst Verantwortung übernehmen.

Auch für Erwachsene bietet die Nationalpark-Akademie Raum für vertiefende Auseinandersetzung mit Natur-, Klima- und Nachhaltigkeitsthemen. Fachliche Qualität, wissenschaftliche Fundierung und Praxisnähe stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie der Dialog zwischen Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft.

Darüber hinaus wird Nachhaltigkeit im vielfältigen Winter- und Sommerprogramm unmittelbar erlebbar: Bei geführten Wanderungen, Exkursionen und Themenführungen entdecken Besucher:innen alpine Lebensräume, Tier- und Pflanzenwelt sowie ökologische Zusammenhänge direkt vor Ort. Ob Hirschbrunft im Herbst, Winterwanderung im verschneiten Tal oder sommerliche Hochgebirgstour – die Erlebnisführungen verbinden Naturerfahrung, wissenschaftliche Hintergründe und persönliche Begegnung mit der Nationalpark-Landschaft.

Nachhaltigkeit zeigt sich ebenso im ressourcenschonenden Organisationsalltag, in regionalen Kooperationen sowie im bewussten Umgang mit Energie und Materialien. Das Österreichische Umweltzeichen würdigt dieses umfassende Engagement und das klare Bekenntnis zu einer glaubwürdigen, qualitätsvollen Umweltbildung.

„Die erneute Auszeichnung bestätigt unseren Anspruch, Nachhaltigkeit nicht nur zu vermitteln, sondern tagtäglich zu leben. Als Nationalpark verstehen wir uns als Lernraum, Erlebnisraum und Impulsgeber für eine verantwortungsvolle Zukunftsgestaltung in der Region“, betont Nationalparkdirektorin Barbara Pucker.